“Von einem Romaghetto ins nächste”: Zwangsräumung in Miskolc (Fotoreport)

Ursprünglich veröffentlicht auf Pusztaranger:

Die Stadt Miskolc löst derzeit ihre Romasiedlungen auf: “Wir führen den Kampf gegen die Ghettokultur unter allen Umständen zu Ende!”, so der Fidesz-KDNP-Fraktionsvorsitzende vor dem Abrissbagger. Für die Stadt benötigen Roma keine menschenwürdige Unterkunft und sollen langfristig die Stadt verlassen – so die Message des folgenden Fallberichts von abcug.hu. — Plus Veranstaltungstip: Am 8.10. kommt der Roma-Bürgerrechtler Aladár Horváth nach Leipzig. 

Miskolc räumt seine Romasiedlungen, s.Pester Lloyd: Ethnische Säuberung zur “Stadtverschönerung”: Behörden in Ungarn beginnen mit Zwangsumsiedlung von Roma und PBS: Fearing eviction, Hungary’s Roma wonder ‘are we next?’.

Aus dem Békeszálló-Viertel werden die Familien nach und nach geräumt und ihre baufälligen Häuser abgerissen; anders als beim Viertel “Nummerierte Straßen”, das gerade dem Bau des neuen Luxusstadions weichen muss, war hier von Wegzugprämien nie die Rede.

Die Familie Horváth, die seit 18 Jahren dort wohnte, bekam im September einen fristlosen Räumungsbescheid wegen Baufälligkeit; sie wußten nicht, wohin, dann stellte…

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Protest Inobhutnahme Familien Görlitzer Park, Cuvry-Brache

Ursprünglich veröffentlicht auf Der Paria:

AUFRUF
WIR PROTESTIEREN GEGEN DIE DROHENDE „INOBHUTNAHME“ DER KINDER DER FAMILIEN AUS DEM GÖRLITZER PARK UND VON DER EHEMALS BESETZTEN CUVRY-BRACHE!

Am Dienstag, den 16.9.14 kamen Mitarbeiter*innen des Jugendamtes und des Gesundheitsamtes Friedrichshain – Kreuzberg zu den Familien im Görlitzer Park und auf die Cuvry- Brache. Sie boten ihnen zunächst „Hilfe” an.
Als die Familien ihnen daraufhin, wie erbeten, ihre Pässe gezeigt hatten, erklärten Mitarbeiter*innen des Jugendamtes, sie würden ihre Kinder in Obhut nehmen. In dem den Familien dabei ausgehändigten Schreiben heißt es:

„_Wir werden in wenigen Tagen wiederkommen. Sollten Sie dann immer noch mit ihren Kindern im Park leben und übernachten, werden wir Ihre Kinder in Obhut nehmen, das heißt, sie werden von Ihnen getrennt und in einer Unterkunft, in der sie genügend zu essen und zu trinken und einen trockenen Schlafplatz haben, untergebracht. (…) Die weiteren Entscheidungen treffen dann die zuständigen Jugendämter und Familiengerichte.” (…)
__„Wir wissen, dass…

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Vierjährige Enkeltochter im Heim – Bericht einer Kindesabnahme

Ursprünglich veröffentlicht auf BettelLobbyWien:

logo-mag11Dass Romafamilien ihre Kinder weggenommen werden, hat eine jahrhundertelange, schmerzhafte Tradition. In Wien wurde am Wochenende einer Bettlerin ihre vierjährige Enkeltochter weggenommen. Die Kleine musste zwei Tage in einem Heim verbringen, dort konnte niemand ihre Muttersprache. Ulli Gladik, die zufällig Zeugin wurde, berichtet: 

Freitagnachmittag werde ich von einer Bettlerin, die ich schon länger kenne, zu einer heulenden Bulgarin geführt. Die Frau kann kaum sprechen, so aufgeregt ist sie. Ihr Schwager erklärt mir, was passiert ist: Die Frau, nennen wir sie Frau Kostova, hatte am Nachmittag mit ihrer Enkeltochter am Schoß gebettelt. Sie wurde von der Polizei auf die Polizeistation mitgenommen, wo ihr dann das Kind weggenommen wurde. Sie wurde weggeschickt, ohne zu erfahren, was mit der 4jährigen Enkelin passiert. Es war keinE DolmetscherIn vor Ort, die hätte helfen können, der Frau Kostova weitere Vorgehensweisen zu erklären. Niemand, der das kleine Mädchen hätte beruhigen können.

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Besuch und Gedenken auf dem Gelände des ehemaligen KZ Lety bei Pisek (Tschechien) / FREE LETY / 13.9.2014

Ursprünglich veröffentlicht auf ecoleusti:

Am Samstag dem 13.9.2014 besuchte eine Gruppe von deutschen Muttersprachler_innen Lety bei Pisek, welches knapp 60 km südlich von Prag liegt und wo auf Teilen des Geländes des ehemaligen Konzentrationslagers seit den 1970er Jahren eine Schweinemastanlage steht. Anlass war der Roma Resistance Day Anfang des Jahres und die darauffolgende Blockade der Schweinemast, wir berichteten hier.

Seit einiger Zeit soll mit einem einmal im Monat stattfindenden Blumenniederlegen am Zaun der Schweinemast, d.h. dort, wo sich einst der Eingang des KZ Lety befand, daran erinnert werden, dass eine Schließung und folglich Beseitigung der Anlagen notwendig ist, um zu einem offenen und respektvollen Umgang mit dem Genozid an den Roma während der Zeit des NS  zu gelangen.

Laut der Gedenktafel sind in der Zeit von 1942 bis 1943 1309 Personen in Lety interniert gewesen, nicht ausschließlich (Sinti und) Roma. Neben Hodonín (siehe auch hier)  existierte in Lety eines der beiden KZs auf dem…

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Bulgarian Parties Want Concentration Camps, Forced Labor for Roma

Ursprünglich veröffentlicht auf Der Paria:

In the run-up to Bulgaria’s parliamentary elections, far-right parties are pushing policies of internment and forced labor for the country’s Roma population.

Roma Bulgaria

by Bulgarian Helsinki Committee, September 12, 2014

Bulgaria will hold early parliamentary elections on October 5, following the resignation of former Prime Minister Plamen Oresharski and his cabinet this summer, which came after more than a year of daily anti-government protests. One party running for representation in the new government is the National Front for the Salvation of Bulgaria (NFSB), which has promised the ethnic cleansing of the country’s Roma by interning them in concentration camps, which, according to the party, could one day become “tourist attractions.”

Mandatory labor and vigilantism

NFSB and the Bulgarian National Movement (VMRO), another far-right party, have made increasingly hostile and racist statements during this election.
A section of VMRO’s program is entitled “Solving the Gypsy question” and proposes to address the…

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