Europe for Roma

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Neuer Bericht zur Situation der Roma – Weidenholzer: “Ergebnisse beschämend für Europa”http://www.weidenholzer.eu/?p=2337

Die Situation der Roma in 11 EU-Mitgliedstaaten – Umfrageergebnisse 
http://fra.europa.eu/fraWebsite/attachments/FRA-Factsheet_ROMA_DE.pdf

ERPC WELCOMES EUROPEAN COMMISSION’S NEGATIVE ASSESSMENT OF THE NATIONAL ROMA INTEGRATION STRATEGIES
http://romareact.org/news/view/576 

Neo-Nazis greifen Roma-Siedlung bei Belgrad an

Nachdem die größte Roma-Siedlung Neu-Belgrads, in der ca. 1000 Bewohner_innen gelebt haben, von der Belgrader Stadt am 26.04.2012 geräumt wurde, haben am 30.04.2012 Neo-Nazis in Jabučki Rit die dorthin umgesiedelten Romas aus Belvil angegriffen. Ein Angreifer wurde festgenommen.

Unbekannte Personen haben am morgen des 30.04. gegen 9.30 in Jabučki Rit Romas, die zuvor aus Belvil vertrieben und nun dort untergekommen sind, angegriffen.

Im Laufe des Tages hat die Polizei Stefan S., Jahrgang 1992, sesshaft in Jabučki Rit, festgenommen. Er wird verdächtigt an dem Angriff beteiligt zu sein. Der Festgenommene, wurde 48 Stunden in Gewahrsam genommen. Gegen ihn wurde Strafanzeige wegen Anstiftung zu religiöser und rassistischer Intoleranz gestellt.

Das Minoritycenter berichtete, dass die Polizei benachrichtigt wurde. Sie konnten am Tatort keine Angreifer vorfinden.

Laut Aussagen der Bewohner des Ortes, haben die Täter die Siedlung mit den Worten „Serbien den Serben“ und „Raus hier“ angegriffen. Ein Container wurde mit einem Hakenkreuz besprüht. Es gab keine körperlichen Auseinandersetzungen.

Einer der Bewohner der Siedlung, Rifat Kurteši erzählte, dass die Angreifer jung waren. Schätzungsweise waren sie 18 bis 19 Jahre alt. Sie sind in ihre Siedlung eingedrungen, haben die Anwesenden gedemütigt und haben Graffitis mit beleidigendem Inhalt hinterlassen.

„Die Polizei hat uns gesagt, dass sie herausfinden werde, wer uns angegriffen hat und dass wir sie rufen sollen, wenn sich etwas ähnliches wiederholt. Wir haben Angst, dass wir körperlich angegriffen werden und die Polizei nicht rechtzeitig kommen kann“, hat Kurteši gegenüber B92 gesagt.

Die Behörden haben gegenüber B92 versichert, dass die Polizei den Vorfall untersuchen wird und dass eine Einheit in der Nähe der Siedlung bleibt.

Das Minoritycenter fordert die Polizei auf, die Siedlung Jabučki Rit regelmäßig zu besuchen, um weitere Angriffe zu verhindern. Die Polizei will sich der Aufgabe annehmen.

Unmittelbar nachdem die Nachricht über die angegriffene Siedlung den Bürgermeister Belgrads, Dragan Đilas, erreichte, hat er den Ort besucht und sich über den Tathergang informiert.

Die beleidigenden Schmierereien wurden sofort übermalt.

In der letzten Wochen wurden einige Romas aus der Siedlung Belvil in Kontainer umgesiedelt. Sie leben nun in Makiš, Resnik, Dren, Obrenovac, Kijev, Rakovic, Barajev und in Jabučki Rit.

Quelle: solidarnost

“Lösung der Zigeunerfrage” linke europäische Intellektuelle, wo seid ihr?

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„Solution to the Gypsy-question“ Leftist European Intellectuals, where are you?“ 

„a national „citizen militia“ to maintain peace and order, all Roma are to be assigned to work, those who are reluctant are to be placed into camps, as well as the proposal for new „measures of birth control“ for Roma women in order to halt the „escalating demographic shifts to the detriment of the Magyars,“ children are to be taken from their parents and shall be educated in special homes to become good Hungarians. These proposals are meet with a broadly positive response among large segments of the Hungarian population.“

Translation: Jasmina Tumbas

https://marikaschmiedt.wordpress.com/2012/05/20/neonazis-wollen-ab-2014-ungarn-regieren/

Neonazis wollen ab 2014 Ungarn regieren

Die Macht vor Augen

Die neofaschistische Partei Jobbik hält einen Wahlsieg 2014 für möglich, Parteiführer Gábor Vona gab auf einem Parteitag am Samstag vor rund 700 Delegierten das Ziel aus, “stärkste Partei” zu werden und “das Land zu regieren.” Dabei erklärte er, dass ohnehin “zwei Drittel der Ungarn `Jobbik` seien, es nur noch nicht wissen…”. Sobald alle Ungarn sehen können, wie Jobbik arbeitet, werde man auch Wahlen gewinnen. Und das Unvorstellbare wird tatsächlich denkbar…



Zigeunerkriminalität und “Schutz der Magyaren” als Hauptthemen

Jobbik geht die “Lösung der Zigeunerfrage” entsprechend ihrer Herrenrassenideologie an: eine landesweite “Bürgermiliz” soll für Ruhe und Ordnung sorgen, alle Roma sollen zur Arbeit eingeteilt werden, wer sich sträubt, kommt in Lager, auch “Maßnahmen zur Geburtenkontrolle” bei Romafrauen, um die “ausufernden demographischen Verschiebungen zum Nachteil des Magyarentums” aufzuhalten, wurden bereits vorgeschlagen, die Kinder sollen den Eltern entzogen und in Spezialheimen zu guten Ungarn erzogen werden. Vorschläge, die auf breiten, positiven Widerhall bei großen Teilen der Bevölkerung stoßen.
http://www.pesterlloyd.net/html/1220jobbikparteitag.html


Kosovos Visaliberalisierung kostet tausenden Romakindern die Zukunft

Kosovo ist das einzige Land auf dem Balkan mit einer Visumpflicht für Europäische Staaten. Im Kosovo fühle man sich wie in einem Gefängnis, sagte die Ministerin für Europäische Integration, Citaku. So hat sich Kosovo für die Aussicht auf Visaliberalisierung bereiterklärt, im Gegenzug noch in Europa lebende Kosovoflüchtlinge aufzunehmen. Hierzu gehören vor allem zehntausende Roma, die zum Beispiel in Deutschland oft schon um die 20 Jahre als Geduldete leben. Mehr als die Hälfte von ihnen sind Kinder, die in Deutschland geboren oder aufgewachsen sind.

Der Deal ist schmutzig und geht besonders auf die Kosten der Zukunft dieser Romakinder. Kosovo ist das ärmste Land Europas, befindet sich heute über 10 Jahre nach dem Krieg immer noch im Aufbau und ist von rassistischen Spannungen geprägt.  Dieses Land ist kaum in der Lage seine ansässigen Einwohner mit den Nötigsten zu versorgen, verkündet aber, dass es bereit sei alle „Rückkehrer“ zu versorgen und zu „reintegrieren“. Kosovo hat der Rückführung von mehr als 5000 Flüchtlingen jährlich zugestimmt. Dass eine Reintegration nicht klappt, nicht klappen kann, kann jeder leicht erkennen, der sich die Mühe macht hinzusehen. Leider scheinen viele deutsche Politiker und zuständige Behörden gar nicht so genau hinsehen zu wollen. Dies war zu erleben, als eine Delegation des niedersächsischen Innenausschusses nach Kosovo reiste, um sich dort über die Situation der dort lebenden Roma informieren zu lassen. Diese Reise wurde nun erstmals auch von einem Roma und Aktivisten der Kampagne alle bleiben! begleitet.
http://www.alle-bleiben.info/news/info-news98.htm 

Sie lebten oft mehr als 14 Jahre in Deutschland, waren dort geduldet, oft hier geboren und in die Gesellschaft integriert: Roma-Kinder aus dem Kosovo. Und dann wurden sie von heute auf morgen abgeschoben.
Über Nacht kommt das Grauen