Pusztaranger

Eine Messerstecherei unter Jugendlichen mit zwei Schwerverletzten in der Silvesternacht wird derzeit von Jobbik zur üblichen Hetze gegen den „Zigeunerterror“ instrumentalisiert. Der Fidesz-EU-Abgeordnete Tamás Deutsch erklärte in seiner Funktion als Vorsitzender des Sportverbandes, dem eines der Opfer angehört, es solle sich „jeder schämen, dessen Äußerungen angesichts der lebensgefährlichen Verletzungen eines 17jährigen Sportlers nicht von Mitgefühl, sondern von niederträchtiger Zigeunerfeindlichkeit geprägt waren.“ (168ora.hu)

Fidesz-Gründungsmitglied (Parteibuch Nr.5) und „Friedensmarsch“-Initiator Zsolt Bayer hingegen nimmt den Vorfall zum Anlass dafür, einem „Großteil der Zigeuner“ den Menschenstatus abzusprechen. Seine Kolumne vom 5.1. im regierungsnahen Magyar Hirlap liest sich wie ein Aufruf zum Völkermord: „Sie sollen nicht existieren, die Tiere. Nirgendwie. Das muss man lösen – aber sofort und mit allen Mitteln!“

„Friedensmarsch“-Organisator Bayer (Quelle)

Zsolt Bayer im Magyar Hirlap, 5.1.2013:

„(…) Der Großteil der Zigeuner ist zum Zusammenleben nicht geeignet. Nicht geeignet, unter Menschen zu leben. Diese Zigeuner sind Tiere…

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