roma-tag

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Pusztaranger

Die Medienfirma Dextramedia produziert Beiträge für den öffentlich-rechtlichen Fernsehsender Duna TV. Wie atv heute berichtet, produzierte sie  auch den Jobbik-nahen rechtsextremen Internetsender N1TV, in dem Adolf Hitler zum 20. April 2011 als großer Staatsmann bezeichnet wurde (s.u.). Bei der ungarischen öffentlich-rechtlichen Fernsehanstalt MTVA hat man damit kein Problem.

[Update 29.3.2013: Laut atlatszo.hu bestellte MTVA 2012 von Dextramedia Beiträge für 122 Mio. HUF (ca. 400 000 EUR).]

Die Domain von Dextramedia und n1tv.hu sind laut atv auf denselben Inhaber eingetragen. Außerdem verfügt die Firmenseite über die gleiche IP-Adresse wie das Portal der rechtsextremen HVIM und die Webseite des Jobbik-Abgeordneten Gyula Zagyva.

Die  Firma wollte sich nicht zu den Vorwürfen äußern, dementierte sie aber auch nicht.

Auf atv’s Anfrage an die staatliche Fernsehanstalt MTVA, ob die Geschichte der Firma dort bekannt sei, erklärte diese lediglich, die von Dextramedia  produzierten Beiträge seien nach MTVA-Kriterien in keiner Weise zu…

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ecoleusti

Text zu einer Veranstaltung am 23.3.2013 in Dresden im Rahmen der Aktionswoche gegen die Integrationsministerkonferenz: „Ihr nennt es Integration – wir nennen es Ausgrenzung“

In den bundesdeutschen Medien ist in letzter Zeit  wieder vermehrt die Rede von „Strömen“ von „Zuwander_innen“ aus Bulgarien und Rumänien im Zusammenhang mit der EU-Freizügigkeitsregelung. Dass diese vermeintlichen Diskurse oftmals alte rassistische und vor allem antiziganistische Züge tragen, ist leider traurige Tatsache und erinnert stark an die „das Boot ist voll“-Polemik Anfang der 1990er Jahre des gerade „wiedervereinten Deutschlands“, welche schlussendlich in mehreren Brandattentaten und Pogromen in Hoyerswerda, Lübeck, Mannheim-Schönau, Mölln, Rostock-Lichtenhagen und Solingen endete.

Umso wichtiger erscheint es daher, eine Art Gegenpol zu den Mainstreammedien zu schaffen, um denen die tagtäglich – nicht nur in den Staaten „Ost- und Südosteuropas“ – diskriminiert und verfolgt werden, eine Stimme zu geben. Der Abschlussevent zu den Gegenveranstaltungen der Integrationsministerkonferenz des Netzwerks Asyl Migration Flucht (kurz NAMF) beschäftigte…

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© Marika Schmiedt

Am 23.März 2013 nahm ich an der Podiumsdiskussion „Wer spricht in der Antiziganismusforschung?“ in Berlin teil. Es fand im Rahmen der Bookrelease von Antiziganistische Zustände 2 statt.
Weitere TeilnehmerInnen der Podiumsdiskussion waren Jacques Delfeld jun. (Leiter des Referats Beratung beim Dokumentations- und Kulturzentrum Deutscher Sinti und Roma), Markus End, Anna Friedrich (beide vom Forum Antiziganismuskritik).

Ich denke, dass sie mich eingeladen haben um sagen zu können es war eine Romni dabei. Ich finde allein schon der Begriff Antiziganismusforschung ist problematisch und diskriminierend. Die rassistische Fremdbezeichnung „Zigeuner“ ist darin enthalten und dadurch findet eine ständige Reproduktion statt. Keiner der PodiumsteilnehmerInnen hat meine Kritik zu denken gegeben und die diskriminierende Bezeichnung wurde während des Podiumsgesprächs weiterverwendet. Markus End verwies darauf, dass es Roma selber benutzen und „das Antiziganismus ein Begriff ist, der dazu dient zu beschreiben, „was in mancher Menschen Kopf vorgeht“ wenn sie rassistisch handeln, aber die AutorInnen…

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Valeriu Nicolae

How I crashed into the glass-ceiling

A few months ago I wrote about the problems with funding civil society, and Roma civil society in particular; how EU funds (in particular structural funds) but also project-focused funding stimulate false reporting, rationalizing failures, useless by expensive meetings and trainings, and corruption. Incentives for grassroots work, learning from failures, critical thinking, participation and sharing responsibilities of the vulnerable groups are missing.

I thought I might work to change things for the better from inside a European intergovernmental organization, as my efforts to make changes from outside had failed. So I applied for a job in Brussels with one of the most important donor intergovernmental organizations in Europe. I was a perfect fit for the job description and requirements. The job deals with Roma issues and is instrumental in setting up the priorities for funding targeting Roma social inclusion. I had all the requested…

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