Völkische Beobachter

Der Lindwurm

Tagelang spielten Europas Medien ohne Hemmungen Völkischer Beobachter, schrieben vom „blonden, blauäugigen Kind“, das „bei Roma gefunden“ worden sei, und wärmten die alten Hetzmärchen von den „Kinder entführenden Zigeunern“ auf. Erwartungsgemäß ist nun klar: Alles Blödsinn. Das Mädchen wurde nicht „gestohlen“, es wurde von seiner bitter armen bulgarischen Mutter gegen eine kleine Geldleistung einem befreundeten Paar überlassen. Eine Sache, die  tausende Male pro Jahr passiert. Kinderlose Griechen fahren nach Bulgarien und „adoptieren“ dort an der Bürokratie vorbei Kinder, und niemanden hat das bislang interessiert, waren es doch in aller Regel Nicht-Roma, die das machten. Aber ein Kind, das äußerlich dem Stereotyp der Nordländerin entsprach bei „schwarzen“ Eltern? Das konnte nur Entführung sein, Kindesdiebstahl, letztlich eine Art „Rassenschande“. Als die irischen Behörden durchdrehten und aus rassistischen Motiven zwei Kinder ihren Eltern wegnahmen, weil auch diese Kinder blond waren, dröhnte es im Boulevard von „Fällen in ganz Europa“ und von „Babymafia“. DNA-Tests…

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Hitler und die „Halbmond-Türkensalami“ made in Austria – regierungsnahes HírTV über „magyarenfeindliche“ Linzer Ausstellung

Pusztaranger

Am 20.10. ging die „volksverhetzende“, „magyarenfeindliche“ Plakatausstellung der Wiener Künstlerin Marika Schmiedt im Linzer Rathaus zu Ende. Der regierungsnahe Nachrichtensender HírTV schickte letzte Woche ein Kamerateam. Tenor: Alles nur Politik, die neuste Attacke der EU-Sozialisten gegen Ungarn. Der ungarische Botschafter und die Jobbik- und FPÖ-nahe Wiener Anwältin Eva Maria Barki sprechen von Rassismus und Volksverhetzung gegen die Magyaren. Weitere Highlights sind Hitler, der 1938 vom Balkon des Linzer Rathauses den Anschluss verkündete, und die vom Sender eigens für den Beitrag produzierte „Halbmond-Türkensalami made in Austria“ mit dem Bild des österreichischen Bundeskanzlers Werner Faymann (SPÖ). Qualitätsjournalismus unter Orbán.

 Update zu den Posts

  • Der ungarische Botschafter und seine “nationalen Revolutionäre”, 6. Oktober 2013. Der ungarische Botschafter in Österreich protestiert gegen die Ausstellung “Die Gedanken sind frei!” der Künstlerin Marika Schmiedt, die morgen im Linzer Rathaus eröffnet wird und dort bis 20.10.2013 zu sehen ist. Sein offizielles Protestschreiben findet sich…

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Paris school pupils protest at Roma girl’s expulsion

Der Paria


High school students blocked the entrance to numerous schools in Paris and several other French cities on Thursday in protest at the deportation of foreign pupils, sparked by the expulsion of a 15 year old Roma girl earlier this month. Leonarda Dibrani was detained by police during a school trip on October 9th and deported to Kosovo along with her parents and five siblings.

About 50 schools in the French capital and the rest of the country were disrupted by second day of student protests sparked by the deportation of foreign pupils. At least 23 schools in the Paris region were taking part in the protest on Friday, with many classes empty and the entrances to some schools blocked.
Some of the protesters have also called for the resignation of Manuel Valls, the controversial interior minister who has defended the expulsion and sparked anger last month by saying Roma migrants could not…

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Radio FRO FROzine: Es bleibet dabei – die Gedanken sind frei!

Die Gedanken sind frei

So nennt sich eine Ausstellung von Marika Schmiedt, welche sich kritisch mit der alltäglichen Diskriminierung von Roma in Europa auseinandersetzt.
Die Ausstellung wurde ursprünglich schon im April 2013 in der Linzer Altstadt eröffnet, jedoch kurz darauf schon wieder entfernt, und zwar von der Linzer Exekutive.
Warum genau, ist bis jetzt umstritten, sicher jedoch ist, das die Ausstellung bei einigen Ungarnnationalen für Furore sorgte, da sie sich durch die provokative Collage persönlich beleidigt fühlten.
Nun wurde die Ausstellung jedoch wieder eröffnet, und zwar am 7. Oktober im Foyer des Alten Rathauses Linz.

Sarah Praschak war vor Ort.

Weltempfänger: Flucht übers Meer, Frontex und die Überwachung der Meere 

Noch immer werden ertrunkene Flüchtlinge vor Lampedusa geborgen – und täglich sterben weitere Menschen im Mittelmeer beim Versuch, Europa übers Meer zu erreichen.
Kapitän Stefan Schmidt sprach mit unseren Kollegen von Radio Z in Nürnberg über die gefährliche und verzweifelte Flucht übers Meer, die Überwachung der Weltmeere, die EU-Grenzschutzagentur Frontex und die Zwickmühlen für Schiffsbesatzungen, wenn sie auf Flüchtlingsboote treffen.

Durch die Sendung führt Sarah Praschak.
http://cba.fro.at/247681

Hetze gegen Marika Schmiedt – widerständige Roma-Positionen werden kriminalisiert

Der Paria

Die Arbeiten der Künstlerin Marika Schmiedt thematisieren die Situation für Roma in Europa und benennen die Kontinuitäten seit der NS-Zeit; dabei weist sie u.a. auf die bedrohlichen Zustände in Ungarn hin.

Die ungarische Botschaft in Österreich und rechtsextreme ungarische und österreichische Portale führen eine Hetzkampagne gegen die Wiederholung ihrer Ausstellung „Die Gedanken sind frei“ – Angst ist Alltag für Roma in EUropa im Linzer Rathaus. Das Schreiben des ungarischen Botschafters beruft sich auf die juristische „Experten“-meinung einer Kooperationspartnerin von Jobbik. Der Künstlerin wird der Tatbestand der Volksverhetzung, „Ungarn-feindlichkeit“ und Rassismus vorgeworfen.

Dadurch wird eine kritische Roma-Positionierung zensiert, die Arbeit von Marika Schmiedt skandalisiert und es findet eine Umkehrung statt, in der Roma als rassistisch dargestellt werden.
Mit dieser Kriminalisierung einer widerständigen Roma-Perspektive werden alle Roma kriminalisiert, die sich gegen die unhaltbaren Zustände zur Wehr setzen.

Tatsache ist, dass Roma das Recht haben Widerstand gegen die Kontinuitäten seit der NS-Zeit zu…

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“Diese Plakate sind ekelhaft!“ Ungarn-nationaler Proteststurm gegen Roma-Plakatschau in Linz

Linz: Rechtsextreme Revolte gegen Roma-Ausstellung
http://www.stopptdierechten.at/2013/10/06/

Linz: Der Kampf um das „Zigeunerschnitzel“
http://www.stopptdierechten.at/2013/10/03/

Anti-Roma-Stimmung: Aufregung um Kunst gegen den Hass
http://derstandard.at/1379292998679/

Ungarische Proteste gegen Linzer Ausstellung
http://diepresse.com/home/kultur/kunst/1461042/

Ungarn-nationaler Proteststurm gegen Roma-Plakatschau in Linz
http://derstandard.at/1379292854465/

(Krone, 04.10.13)

„Skandalausstellung“ Dr. Eva Maria Barki

Vernissage am Baustellenzaun

Botschafter von Ungarn tobt in Österreich gegen Freiheit der Kunst

Zigeunerschnitzel mit brauner Soße…

Botschafter von Ungarn tobt in Österreich gegen Freiheit der Kunst

Der ungarische Botschafter in Wien, Vince Szalay-Bobrovniczky, scheint bei der Verteidigung seiner Heimat gegen die Angriffe der „linken Weltverschwörung“ keine Hemmung zu haben, sich der Hilfe von offen Rechtsradikalen zu bedienen. Die regierungstreue, “magyaristische” Hofcamarilla in Wien trägt wieder einmal die politische „Kultur“ aus Budapest ins Ausland, weil die „Sozialisten“ zu frech werden. Wer auf die Probleme der Roma aufmerksam macht, so die Logik der „Nationenschützer“, diskriminiert selbst…
Botschafter von Ungarn tobt in Österreich gegen Freiheit der Kunst.