Ungarische Polizei erlaubt „friedliches“ Steinewerfen, Aufruf zum Rassenkrieg und antisemitische Hetze unter Gleichgesinnten

Pusztaranger

Wenn ein aufgebrachter Nazi-Mob nach Hetzreden von ethnischen Säuberungen  Steine auf von Roma bewohnte Häuser wirft, ist das für die ungarische Polizei kein Straftatsbestand. Genausowenig ist dies öffentliche antisemitische Hetze, wenn sie unter Gleichgesinnten stattfindet. Roma, die friedlich gegen die gängige rassistische Praxis der Polizei protestieren, werden angezeigt. Der strafverschärfende Rassismusparagraph wird ausschließlich gegen Roma angewandt, die sich gegen rechtsextreme Angriffe wehren wollten. Vier aktuelle Fälle.

Fall 1: Devecser: Friedliche Steinewerfer

Am 5. August 2012 forderte Jobbik auf einer Demonstration mit dem Titel „Leben und Leben lassen, Demonstration für rechtmäßigen ungarischen Selbstschutz“ in Devecser die Todesstrafe für Roma. Auf der Demonstration mit etwa 1000 Teilnehmern waren auch zahlreiche andere rechtsextreme Organisationen vertreten. Auf den Redebeiträgen wurde zum Rassenkrieg der Magyaren gegen die Roma aufgerufen:

  • So sagte László Toroczkai, der Anführer der Jugendbewegung 64 Burgkomitate, die  Zigeuner wollten die Magyaren vernichten, es gäbe keine andere Möglichkeit, als den Kampf mit…

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