Zwangsweiterbildung für Arbeitslose: „Wie macht das Schwein?“

Pusztaranger

Das für die „Weiterbildung“ der Teilnehmer der öffentlichen (Zwangs)Beschäftigungsprogramme zur „Vermittlung der nötigen Kompetenzen für den Arbeitsmarkt“ verwendete Unterrichtsmaterial  wurde ursprünglich zur Förderung von 6-7jährigen Kindern mit Legasthenie entwickelt. Der Unterricht ist entwürdigend: Laut Teilnehmerberichten werden u.A. Tierlaute abgefragt („Wie macht das Schwein?“).

Vom Modul “Förderung von Grundkompetenzen” sind dieses Jahr etwa 50 000 Teilnehmer betroffen,  zum Großteil Roma. Für 2014 werden 184 Mrd. HUF (613 Mio EUR) für 200 000 Teilnehmer veranschlagt.

Erreicht werden damit die Schönung der Arbeitslosenstatistik, den überstürzten Abruf von erheblichen EU-Mitteln und ihre Verteilung an Fidesz-nahe Subunternehmer, sowie die Dehumanisierung der Armen.

Update zum Post Zwangsweiterbildung für Arbeitslose: Suchen Sie die Himbeere!, 7. Dezember 2013

Dass von der Regierung für Maßnahmen im Bereich der Erwachsenenbildung keine Fachleute konsultiert werden, ist im neuen Gesetz zur Erwachsenenbildung evident, das (nach dem Vorbild der Trafik-Konzessionen?) ein Marktmonopol für den Fremdsprachenunterricht einführt, Unterrichtsmaterial und Lehrplan vereinheitlicht und privaten Fremdsprachenunterricht…

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