Zum dritten Mal Brandanschlag auf Roma-Zelte in Linz

In Linz sind zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen Roma-Zelte angezündet worden. Die Polizei bestätigte Medienberichte, wonach es sich wie in den ersten beiden Fällen Mitte Februar um Brandstiftung handelte. Zehn Erwachsene und fünf Kinder wurden vorläufig in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Postverteilerzentrum untergebracht. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittlungen von Polizei und Verfassungsschutz laufen in alle Richtungen. „Derzeit gibt es keine konkreten Hinweise auf einen fremdenfeindlichen oder rechtsextremen Anschlag“, stellte Polizeisprecher David Furtner klar. Man gehe davon aus, dass der Täter über Insiderwissen verfügen muss. Denn jene Zelte, die am Mittwoch in der Waldeggstraße in der Nähe der Westbrücke in Flammen aufgingen, lagen eher versteckt, erklärte er weiter.

Passanten hatten gegen 17.00 Uhr die Feuerwehr alarmiert, als sie eine starke Rauchentwicklung in dem Gebiet bemerkten. Der Brand wurde schnell gelöscht, drei Zelte und die Habseligkeiten der Bewohner waren aber nicht mehr zu retten. Zwei Familien mussten daher umquartiert werden

Die Ermittler gehen von einer Serie aus, wobei die ersten beiden Anschläge auf eine Zeltsiedlung neben der Mühlkreisautobahn (A7) im Bereich der Abfahrt voestalpine verübt wurden.

Von: apa 03.03.2016

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Rom: Tschechische Hooligans urinierten auf Bettlerin

18.03.2016 | 16:39 | (Kleine Zeitung)

Video eines spanischen Touristen, das vor Europa-League-Spiel in Rom aufgenommen wurde, sorgt für Empörung. Tschechische Botschaft verurteilte Tat der Sparta-Prag-Anhänger.

Eine Gruppe von Hooligans des tschechischen Fußballclubs Sparta Prag hat in Rom für helle Empörung gesorgt. Im Internet kursierte ein Video einer Gruppe tschechischer Fans, die auf der Brücke vor der Engelsburg eine Roma-Bettlerin umringt und auf sie uriniert, ohne dass Anwesende sie in Schutz nehmen.

Das von einem spanischen Touristen aufgenommene Video wurde auf der Webseite der Tageszeitung „El Pais“ veröffentlicht und löste hitzige Reaktionen in Rom aus. Die Bürgermeisterkandidatin Virginia Raggi forderte vorbildhafte Strafen für die Hooligans. „Bettlerei in Rom ist zwar ein Problem, wir stehen hier jedoch vor einer eklatanten Verletzung der Menschenrechte. Eine abscheuliche Tat ist vor den Augen Dutzender Fußgänger und vor einem der schönsten Monumente der Welt begangen worden. Das sind keine Fans, sondern Bestien“, kommentierte Raggi.

Der Ex-Vize-Wirtschaftsminister Stefano Fassina forderte die sofortige Identifizierung und Verurteilung der Sparta-Fans. „Sie sollen nie wieder nach Italien einreisen dürfen“, verlangte Fassina.

Die tschechische Botschaft in Italien verurteilte den Fall. In einem Schreiben äußerte sie die Hoffnung, dass die italienische Polizei die Verantwortlichen bald identifizieren könne.

© kleinezeitung.at