„largest ever pogrom operation in the centre of Athens“

http://en.contrainfo.espiv.net/2012/08/06/greece-6400-migrants-detained-by-police-in-largest-ever-pogrom-operation-in-the-centre-of-athens/
http://blog.occupiedlondon.org/2012/08/05/6400-migrants-detained-by-police-in-largest-ever-pogrom-by-police-in-the-centre-of-athens/

Minister nennt Migrationswelle eine «Invasion»
In Griechenland läuft zurzeit eine Razzia gegen illegale Einwanderer. Die Behörden haben schon 1100 Menschen in ein Lager gesteckt. Der zuständige Minister rechtfertigt die Aktion mit drastischen Worten.
http://bazonline.ch/ausland/europa/Minister-nennt-Migrationswelle-eine-Invasion/story/26187276

Staatsanwaltschaft nach Schülereintrag in Facebook (Stichwort „KZ-Nutten“/“Komplette Zigeuner Nutten“)

LESERBRIEF von Simone Schönett

Zu: Staatsanwaltschaft nach Schülereintrag in Facebook (Stichwort „KZ-Nutten“/“Komplette Zigeuner Nutten“)

Der Begriff „KZ-Nutten“ habe nichts mit Konzentrationslagern oder gar rechtem Gedankengut zu tun. Vielmehr habe er damit nur „Komplette Zigeuner Nutten“ gemeint.

So erklärte es der Schüler, so hörte man das im TV vom Schuldirektor, so las man das in den Medien, und zwar ohne weiteren Kommentar zu dem, was mit „Komplette Zigeuner Nutten“ eigentlich gemeint sein oder worauf das abzielen sollte.

Wie gering Frauen und „Zigeuner“ (schon wieder oder noch immer?) geschätzt werden, lässt nicht nur diese ungeheuerliche Wortschöpfung ahnen, sondern auch die Berichterstattung darüber. Denn abgesehen von der Erwähnung, „Komplette Zigeuner Nutten“, war von Antifeminismus oder gar Antiziganismus natürlich nicht die Rede. Kein Wort darüber. Nicht einmal der korrekte Begriff, Roma, fiel (und schon gar nicht deren enger Zusammenhang mit dem ursprünglich in Facebook geposteten Begriff, nämlich KZ). Sicher, in Bezug auf Roma mangelt es den Nicht-Roma an Geschichtswissen und interkultureller Bildung.
Aber liegt es wirklich nur daran, dass diese Aussage, „Komplette Zigeuner Nutten“, einfach so (kommentarlos) hingestellt werden kann? Beunruhigend genug, wie ungeniert Antiziganismus im Alltag daherkommt. Doch wirklich verstörend, wenn, so wie hier, die „Zigeunerfeindlichkeit“ nicht einmal den politisch Korrektesten auffällt.

http://diepresse.com/home/techscience/internet/727930/KZNutten_Schueler-nach-FacebookNachricht-angezeigt-

„Happy Holocaust“

Video http://www.vice.com/de/vice-news/die-neue-npd

Thinghaus: NPD isst vom „Happy Holocaust“-Grill

Verfasst von Oliver Cruzcampo

Auf dem NPD-Gelände des Thinghauses in Grevesmühlen entdeckte kürzlich eine Reporterin einen Grill mit der Aufschrift „Happy Holocaust“. Darauf angesprochen, reagierte der NPD-Landesvorsitzende Stefan Köster sichtlich nervös. Seine Begründung: Es würde sich lediglich um einen Spaß handeln.

In den vergangenen Monaten machten sich Dutzende Reporterteams auf in den hohen Norden, um Videobeiträge über das sogenannte Neonazi-Dorf Jamel und das Thinghaus in Grevesmühlen zu drehen. So auch eine Reporterin der Online-Video-Plattform „VBS.TV“, die zuerst ein Gespräch mit Anwohnern in Jamel suchte und dann abschließend ein Interview mit dem NPD-Landesvorsitzenden Stefan Köster führen wollte.

Zuvor erkundete die Frau offenbar zum ersten Mal das Gelände des Thinghauses in Grevesmühlen, welches im Frühjahr 2010 seine Pforten öffnete. Eigentümer ist das NPD-Mitglied Sven Krüger, der vor wenigen Wochen gerade zu einer mehrjährigen Haftstrafe verurteilt worden ist. Neben dem Palisadenzaun und dem Wachturm fiel die Aufmerksamkeit der Reporterin vor allem auf den dort abgestellten Grill: Auf diesem befindet sich in altdeutscher Fraktur die Inschrift „Happy Holocaust“.

Im Interview mit Köster sprach die Frau den Landesvorsitzenden zunächst auf den Wachturm an. Köster unterbrach die Reporterin abrupt. Es würde sich lediglich um einen „Werbeturm“ handeln, da an ihm immer ein Transparent der NPD befestigt sei. „Im Grunde genommen ist es mehr ein Spielturm für Kinder“, führt Köster weiter aus. „Auf den Turm lassen wir sie aber ungerne hinauf“, ergänzt der 37-Jährige dann aber doch.

Schließlich spricht die Reporterin den Grill auf dem Gelände an. „Denken Sie, es ist eine kritische Auseinandersetzung, wenn man sich einen Grill, auf dem Happy Holocaust steht, in den Hintergarten stellt“, geht die Frage an den NPD-Landesvorsitzenden. Dies bringt Köster für kurze Zeit völlig aus dem Konzept. Erst nachdem er einige Sekunden vor sich hin stammelt, antwortet er lapidar: „Hab ich nicht.“

Er wisse zwar von dem Grill, der dort auch schon länger stehe, allerdings habe er von der Inschrift noch nie Kenntnis genommen. Nach weiterem Zögern findet Köster dann eine mögliche Erklärung: „Vielleicht nimmt da jemand die politischen Repressalien in diesem Land ein bisschen auf die Schippe. Aber das hat sich auch die politische Klasse zuzurechnen, weil hier einfach Meinungen unterdrückt werden. Wenn jemand eine Meinung zum Holocaust hat, kann man doch da die Auseinandersetzung führen, oder nicht?“ Abschließende Frage der Reporterin an Köster: „Finden Sie das witzig?“ Die Antwort des NPDlers: „Pff…pff…pff…nö“.

Ein Grill mit der Inschrift „Happy Holocaust“ – eine ganz spezielle „Auseinandersetzung“ von NPD-Anhängern mit der millionenfachen Ermordung von Juden während des NS-Regimes.

Jeder fünfte junge Erwachsene kennt Auschwitz nicht

Jeder fünfte junge Erwachsene kann einer Umfrage zufolge nichts mit dem Begriff Auschwitz anfangen. 21 Prozent der 18- bis 30-Jährigen weiß demzufolge nicht, dass der Name für ein Konzentrations- und Vernichtungslager der Nationalsozialisten steht.

Dies ergab eine am Mittwoch veröffentlichte Umfrage des Forsa-Instituts im Auftrag des Magazins «Stern». Anders sieht es bei den über 30-Jährigen aus: Hier wissen 95 Prozent etwas mit dem Begriff anzufangen. Insgesamt kannten 90 Prozent der befragten 1002 Bundesbürger das Konzentrations- und Vernichtungslager. Etwa jeder Dritte konnte korrekt sagen, dass das Lager in Polen gebaut worden war. Knapp die Hälfte der Befragten hat noch nie eine KZ-Gedenkstätte besucht.
Am Freitag wird in Deutschland und vielen anderen Ländern des Holocausts gedacht.
Das Datum erinnert an den 27. Januar 1945, den Befreiungstag des Vernichtungslagers Auschwitz-Birkenau.

Berlin (dpa)