Ladenbesitzerin aus Berlin-Neukölln will keine Roma in ihrem Geschäft

Ein rundes Verbotszeichen mit dem durchgestrichenem Wort „Roma“ prangt an der Tür eines Esoterik-Ladens in Neukölln. Die Inhaberin wüsste sich nicht mehr anders zu helfen, erklärt sie – zu oft sei sie bestohlen worden.

Es ist ein kleiner Laden in der Emser Straße. Im Angebot hat das Geschäft Duftkerzen und Esoterik-Artikel. Doch eine Minderheit ist hier nicht willkommen. Welche das ist, steht deutlich auf einem runden Verbotsschild mit rotem Querstrich geschrieben: Roma!
www.bz-berlin.de

roma neukoelln

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Jugendliche attackieren Roma in Bischofshofen

Zahlreiche Jugendliche verabredeten sich in der Nacht auf Dienstag via Facebook zu einem Angriff auf eine in Bischofshofen (Pongau) campierende Gruppe von Roma.
Die Polizei konnte die Lage unter Kontrolle bringen, in dem sie die Zufahrt zum Gelände sperrte.

Sonntag ließen sich etwa 150 Menschen am Gelände nahe der Sprungschanze nieder, berichtete Polizeisprecher Anton Schentz im Gespräch mit Salzburg24.at.
Ob es sich um dieselbe Gruppe handle, die am Wochenende in Anthering (Flachgau) für Aufsehen sorgte (Salzburg24.at hat berichtet) sei unklar, aber nicht auszuschließen, so Schentz weiter.

Roma rechtmäßig auf Gelände in Bischofshofen

Das Campieren auf diesem Gelände sei nicht ungesetzlich, es handelt sich hierbei um einen eigens zur Verfügung gestellten Roma-Campingplatz.
Auch die Anreise der 21 Wohnwagengespanne ist laut Schentz keine Neuheit, da die Roma-Gruppe in regelmäßigen Abständen in Bischofshofen vorfahre.
Am späten Montagabend eskalierte die Situation nahe des Sprungschanzengeländes. Immer mehr einheimische Jugendliche näherten sich der Wohnwagensiedlung und warfen Steine auf die Fahrzeuge. Über soziale Netzwerke wie Facebook wurden weitere Pongauer zu dem Angriff auf die Roma-Gruppe aufgerufen.

B’hofen: Polizei sperrt Schanzenzufahrt

Etwa sechs Polizeistreifen mussten die Situation am Gelände schlichten. Gegen 22.15 Uhr wurde die Zufahrt zum Schanzengelände gesperrt, um der Lage Herr zu werden.
An einigen Fahrzeugen der Roma entstanden Sachschäden, verletzt wurde aber niemand. Die Ermittlungen der Polizei dauern noch weiter an, heißt es im Polizeibericht abschließend.
http://www.salzburg24.at/

Auf Facebook verabredet: Jugendliche attackieren Roma

In der Nacht auf Dienstag haben Jugendliche in Bischofshofen Roma provoziert, die im Bereich des Schanzengeländes campierten.
Vergangene Woche waren die Roma in Anthering von einem Bauern mit Gülle vertrieben worden.
http://www.salzburg.com/nachrichten/

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„Hitler hat vielleicht nicht genügend von ihnen getötet“

Französischer Bürgermeister sorgt mit Roma-Beschimpfung für Empörung

Wegen der angeblichen Beschimpfung von Sinti und Roma mit Neonazi-Vokabular ist ein französischer Abgeordneter und Bürgermeister unter Beschuss geraten. Gilles Bourdouleix von der Zentrumspartei UDI sagte nach Angaben der Zeitung „Le Courrier de l’Ouest“ vom Freitag bei einem Streit mit Sinti und Roma: „Hitler hat vielleicht nicht genügend von ihnen getötet“. Parteichef Jean-Louis Borloo verurteilte die Äußerung und rief umgehend das höchste Parteigremium an, um über Konsequenzen zu beraten. UDI-Generalsekretär Jean-Christophe Lagarde forderte einen Parteiausschluss.
http://www.welt.de/

Bürgermeister hetzt in Frankreich gegen Roma
Es ist ein abscheuliche Aufnahme: Ein französischer Bürgermeister wollte Roma auf einem Gelände nicht dulden und hat sich im Ton vergriffen.
Seine Äußerungen werden „ekelhaft und unhaltbar“ genannt.
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A French politician has caused outrage by suggesting that Adolf Hitler ‘did not kill enough’ Roma gypsies.
In the latest ferocious attack on travellers, MP Gilles Bourdouleix stirred up memories of the Holocaust, when the Nazis sent thousands of gypsies to the gas chambers because Hitler believed them to be sub-human.
Mr Bourdouleix, who represents a constituency in the Maine and Loire region of west France, was visiting an illegal Roma camp in the town of Cholet, where he is deputy mayor, when he made the incendiary comments.
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Pogrome Tschechien: „Roma sind keine Tauben, die Skinheads dagegen Habichte“

Die Stadt Ceske Budejovicy, die bei vielen Russen vor allem mit dem populären Bier „Budweiser“ assoziiert wird, wurde am vergangenen Wochenende von einem schrecklichen Zwischenfall erschüttert. Mitteilungen und Fernsehbilder über eine Massenaktion der Skinheads gegen die Roma, berittene Polizei, Spezialeinheiten, Wasserwerfer und Tränengas, die die Behörden angewandt haben, um Pogrome gegen die Roma nicht zuzulassen. All das passt so wenig zur Vorstellung von einem netten gemütlichen Tschechien, wo eine Erholung so angenehm ist. Übrigens gibt es einen Menschen, der sich über die Geschehnisse überhaupt nicht wunderte.

„Die Roma-Phobie ist schon seit langem eine unschöne Krankheit der Tschechen geworden“, bemerkt Doktorin für Geschichtswissenschaften Nadeschda Demetr, Vizepräsidentin der Internationalen Roma-Union:

„In Tschechien leben bis zu 300.000 Roma, das ist eine sehr zahlreiche nationale Minderheit. Interessant: Einerseits wird für sie dort viel getan, wovon man in Russland nur träumen kann. Es gibt beispielsweise eine Romafakultät an der Karls-Universität Prag, es gibt eine Partei der Roma, diverse gesellschaftliche und Rechtsschutzorganisationen, spezielle Inspektoren im Bildungsministerium verfolgen aufmerksam den Unterricht für die Roma. Andererseits stößt man in diesem Land überall auf Fakten der Diskriminierung der Roma. Dies nicht nur im Alltag. Seinerzeit arbeitete ich in der Zeitung ‚Romano kurko‘ (Romsky tyden), die auch heute in Brno herausgegeben wird. Dort also stellten wir eine Forschung an. Es erwies sich Folgendes: Von 1.000 Befragten haben 600 Menschen so oder so an der Diskriminierung Schaden genommen. Sie bekamen keine Arbeit, ihnen werden keine Wohnungen zu einem erschwinglichen Preis überlassen, ihre medizinische Behandlung wurde verweigert, ja man wollte einfach nicht neben ihnen wohnen.“

Worin wurzelt die tschechische „Roma-Phobie‘? Auch unter den Kommunisen war das Leben für die Vertreter des Nomadenstammes hier kein Zuckerlecken.“

„Ich mochte einfach daran erinnern“, bemerkt Nadeschda Demetr, „dass die Tschechoslowakei während des Krieges eines der wenigen Länder war, in dem die Romabevölkerung praktisch völlig vernichtet wurde und in welchem die Roma-Frauen sterilisiert wurden. Ja, gewiss, das taten die Higlerleute. Warum aber wurden auf den Gebeinen der von ihnen in Lety getöteten Roma schon in der Nachkriegszeit eine Schweinefarm und in Hodonin ein Touristenhotel gebhaut? Warum rissen die örtlichen Behörden den Gedenkstein für die Gefangenen des Konzentrationslagers in Lety, den eine Gruppe von Roma errichtet hatte, ab? Die Einstellung zu den Roma als einem geistig minderwertigen Volk, einem Volk von Verbrechern und Gaunern besteht im demokratischen Tschechien. Ja doch, die Roma sind, wie man so sagt, keine unschuldigen Schäfchen. Was stößt sie aber dazu, sich gegen das Recht zu vergehen? Beschäftigungslosigkeit, die über dem Landesdurchschnitt liegt. Dabei gibt es in Tschechien nicht wenig auch gebildete Roma, sozusagen aus der Middle class. Aber sie lernen nicht die Muttersprache, haben sich völlig assimiliert. Offenbar wissen sie noch, dass einst ihre Dokumente den Vermerk ‚R‘ trugen. Und sie wollen nicht auffallen, verbergen die Zugehörigkeit zu ihrem Stamm, ihren Brüdern. Die Tschechen wünschen es nicht, den Roma gegenüber tolerant zu sein, ekeln sich vor ihnen. Über diese hässliche Krankheit seiner Mitbürger war sich Vaclav Havel klar. Einmal kam er zu einem Romafestival, um die Roma demonstrativ zu unterstützen. Und jene vergalten es ihm, als sie bei den Präsidentenwahle fünf Prozent der Stimmen abgaben.“

Nach den Angaben von Prof. Dr. Demetr leben in Europa beinahe acht Millionen Roma, die meisten in Rumänien, Bulgarien, Tschechien und der Slowakei. Bis zu 60 Prozent von ihnen sind Analphabeten, über 80 Prozent arbeitslos, und über 90 Prozent (schreckliche Zahlen!) leben unter der Armutsgrenze. Die Europäische Union erklärte die Jahre 2005 – 2015 für eine Dekade der Roma, es werden hohe Geldmittel zwecks ihrer Adaption in der Gesellschaft ausgegeben. Das wirkt sich auf die Gesinnung der Skinheads in keiner Weise aus, die jederzeit zu Romapogromen bereit sind. Und es kommt vor, dass die in Bezug auf ihre Rechte hilflosen Roma auf Gewalt mit Gewalt reagieren.

Ist nicht die Notwendigkeit herangereift, die Roma irgendwie auf staatlicher Ebene „einzurichten“?

„Die Idee eines Romastaates ist eine absolute Utopie“, findet Prof. Dr. Demetr. „Völlig logisch wäre es dagegen, sie im EU-Rahmen als eine ‚transnationale Minderheit‘ anzuerkennen. Nicht ihre Reisen zu stören, zumal das in Frankreich z.B. den nomadisierenden Roma erlaubt ist. Dort gibt es modern eingerichtete Plätze für Romalager, Wasser, Elektrizität, kleine Wohnwagen. In Tschechien dagegen und in anderen osteuropäischen Ländern steht diese für die Roma gewohnte Lebensweise unter Verbot. Und noch eins: Es muss Toleranz anerzogen werden. Wissen Sie, ich habe eben mit Schrecken in einer Fernsehsendung aus Ceske Budejovice ein Transparent gesehen, das von Rassisten getragen worden war: ‚Tschechien für Tschechen!‘ Vor vielen Jahren hatte ich in Pardubice einen Marsch der Kahlköpfe erlebt. Sie hatten die gleiche Losung getragen. Es ist wohl so, dass sich in Tschechien nichts verändert…“
http://german.ruvr.ru/

Neonazis stürmen Wohnviertel, um Roma zu lynchen

Ausnahmezustand im tschechischen Budweis: Neonazis, angefeuert von „anständigen“ Bürgern, verwandeln ein Neubauviertel in ein Schlachtfeld.
Sie rufen „Sieg Heil!“ und wollen Roma „aufklatschen“.

Von Hans-Jörg Schmidt

Der Superstar der tschechischen politischen TV-Moderatoren, Vaclav Moravec, lud Sonntagmittag wieder die geballte Prager Politprominenz ins öffentlich-rechtliche Fernsehen.
Der von Präsident Milos Zeman mit der Bildung einer Übergangsregierung betraute Premier Jiri Rusnok musste zum wiederholten Mal erläutern, welche Vorstellungen er hat,
und wie schwer es ihm fällt, geeignete Minister zu finden. Die Sendung „Fragen von Vaclav Moravec“ hat jeden Sonntag Rekordeinschaltquoten.

Halb Tschechien verfolgt sie. Eigentlich eine gute Gelegenheit, auch zu wirklich wichtigen Themen Stellung zu beziehen. Moravec, eine Institution in Tschechien, auf die man hört, verpasst sie einmal mehr. Er hätte die Sendung mit einem Appell beginnen können an seine Landsleute. Einen Appell, dass es jetzt genug sei. Dass es nicht angehe für ein demokratisches Land, dass Woche für Woche Neonazis durch die Gegend ziehen, um Roma-Mitbürger zu lynchen.

Schauplatz eines solchen Aufmarschs am Tag zuvor war Ceske Budejovice (Budweis) in Südböhmen. Mehrere hundert Neonazis waren in die malerische Stadt gekommen, um Roma „aufzuklatschen“. Sie stellten sich an die Spitze eines Protestzuges aufgebrachter Budweiser, die immer wieder Probleme im Zusammenleben mit den Roma beklagen. Der jüngste Anlass war völlig nichtig: zwei Kinder, ein Roma-Kind und eines von „weißen“ Tschechen, waren beim Spielen in einer Sandkiste in Streit geraten, um eine Schippe oder ein Backförmchen. Daraus entwickelte sich ein Wortwechsel der Mütter. Im Nu kamen Dutzende Menschen hinzu und pöbelten die Roma-Mutter an. Aus Prinzip.

Macht derlei die Runde im Land, ist es ein gefundenes Fressen für die Neonazis. Im vergangenen Jahr waren sie regelmäßig im Schluckenauer Zipfel an der Grenze zu Sachsen aufmarschiert. Vergangenes Wochenende tobten sie sich in Duchcov (Dux) aus, jenem Örtchen, in dem der venezianische amouröse Schriftsteller Giacomo Casanova im 18. Jahrhundert seine letzten Lebensjahre verbracht hatte. Jetzt also Budweis.

Neonazis verwandeln Neubauviertel in Schlachtfeld

Das Neubauviertel, in dem 22.000 Menschen leben, darunter nur ein paar Dutzend Roma, glich am Samstagnachmittag einem Schlachtfeld. Hunderte Rechtsradikale lieferten sich mit der Polzei eine massive Straßenschlacht. Die Rechtsradikalen warfen Pflastersteine, zündeten Müllcontainer an und schoben die in Richtung der Polizei.

Dazu brüllten sie Anti-Roma-Parolen wie „Zigeuner ins Gas!“. Die Polizei setzte Tränengas ein, versuchte, die Menge zurückzudrängen, die in das Viertel einzudringen versuchte, um die Roma dort zu lynchen. Angefeuert wurden die Rechten durch „anständige“ Tschechen, die jeden Angriff der Neonazis auf die Polizei mit Johlen und Beifall bedachten. Die Polizei nahm mehrere Neonazis fest.
Es gab Verletzte auf beiden Seiten und erheblichen Sachschaden.

Der Bürgermeister von Budweis hat sich am Sonntag über die Polizei beschwert. Sie hätte sofort eingreifen müssen, als die Rechten mit erhobenem rechten Arm und „Sieg heil“-Rufen durch die Stadt marschiert wären. Die Polizei habe zudem die Ankündigungen der Neonazis auf Facebook ignoriert, in die Stadt zu kommen, um Randale zu veranstalten.

Außenminister Schwarzenberg stellt Werte infrage

Der einzige Politiker in Prag, der sich in jüngster Zeit zu den Rechtsradikalen geäußert hatte, ist Präsident Milos Zeman. Er verwies darauf, dass er nicht ohne Grund schon in seiner Einführungsrede bei seinem Amtsantritt auf die wachsende Gefahr von Rechts aufmerksam gemacht habe. Tschechien müsse sich diesem Problem dringend stellen, mahnte der Präsident.

Der noch amtierende Außenminister Tschechiens Karel Schwarzenberg hatte am Wochenende Zweifel geäußert, dass Tschechien mehr als zwanzig Jahre nach der Revolution wertemäßig schon im Westen des Kontinents angekommen sei.

Auf Facebook erntete der Minister dafür einen shitstorm. Die Leute, die ihn angriffen, waren am Ende genau jene, die die Ereignisse in Budweis auf Facebook mit keinem Wort kommentierten.
http://www.welt.de

Ceske-Budejovice


Czech Republic: Neo-Nazis attempt pogrom on Roma
http://www.romea.cz/