Mauern für Roma in Kosova

Ursprünglich veröffentlicht auf ecoleusti:

Roma-Diskriminierung in der Deutschen Botschaft in Kosova und auf kosovarischen Ämtern

Mauern für Roma in Kosova

Jedes Jahr werden ca. 500 Menschen nach Kosova abgeschoben, fast alle sind Roma bzw. Ashkali.

Ergin Alija ist ein Rom, der zusammen mit seiner Familie nach dem Kosovokrieg aus Prishtinë nach Deutschland geflüchtet ist. Im Jahr 2010 wurde er im Alter von 18 Jahren nach Kosova abgeschoben und hinterließ in Deutschland seine restliche Familie, u.a. die schwerkranke Mutter von ihm. Sie ist auf Grund eines Arbeitsunfalls, welchen sie in Deutschland erlitt, querschnittsgelähmt und dauerhaft auf ihre familiäre Lebenshilfe in der Erledigung ihrer täglichen Aufgaben und Angelegenheiten, wie auch im pflegerischen Bereich angewiesen, die sich nur in Deutschland erbringen lässt. Die besondere Betreuungsbedürftigkeit stellt auch den humanitären Grund für ihre Aufenthaltserlaubnis dar, weil im Herkunftsstaat die notwendige klinische Versorgung in prekären Verhältnissen nicht gewährleistet ist. Da sie somit vom alltäglichen Gesellschaftsleben ausgeschlossen ist und zu…

Original ansehen noch 1.084 Wörter

“Von einem Romaghetto ins nächste”: Zwangsräumung in Miskolc (Fotoreport)

Ursprünglich veröffentlicht auf Pusztaranger:

Die Stadt Miskolc löst derzeit ihre Romasiedlungen auf: “Wir führen den Kampf gegen die Ghettokultur unter allen Umständen zu Ende!”, so der Fidesz-KDNP-Fraktionsvorsitzende vor dem Abrissbagger. Für die Stadt benötigen Roma keine menschenwürdige Unterkunft und sollen langfristig die Stadt verlassen – so die Message des folgenden Fallberichts von abcug.hu. — Plus Veranstaltungstip: Am 8.10. kommt der Roma-Bürgerrechtler Aladár Horváth nach Leipzig. 

Miskolc räumt seine Romasiedlungen, s.Pester Lloyd: Ethnische Säuberung zur “Stadtverschönerung”: Behörden in Ungarn beginnen mit Zwangsumsiedlung von Roma und PBS: Fearing eviction, Hungary’s Roma wonder ‘are we next?’.

Aus dem Békeszálló-Viertel werden die Familien nach und nach geräumt und ihre baufälligen Häuser abgerissen; anders als beim Viertel “Nummerierte Straßen”, das gerade dem Bau des neuen Luxusstadions weichen muss, war hier von Wegzugprämien nie die Rede.

Die Familie Horváth, die seit 18 Jahren dort wohnte, bekam im September einen fristlosen Räumungsbescheid wegen Baufälligkeit; sie wußten nicht, wohin, dann stellte…

Original ansehen noch 502 Wörter

Protest Inobhutnahme Familien Görlitzer Park, Cuvry-Brache

Ursprünglich veröffentlicht auf Der Paria:

AUFRUF
WIR PROTESTIEREN GEGEN DIE DROHENDE „INOBHUTNAHME“ DER KINDER DER FAMILIEN AUS DEM GÖRLITZER PARK UND VON DER EHEMALS BESETZTEN CUVRY-BRACHE!

Am Dienstag, den 16.9.14 kamen Mitarbeiter*innen des Jugendamtes und des Gesundheitsamtes Friedrichshain – Kreuzberg zu den Familien im Görlitzer Park und auf die Cuvry- Brache. Sie boten ihnen zunächst „Hilfe” an.
Als die Familien ihnen daraufhin, wie erbeten, ihre Pässe gezeigt hatten, erklärten Mitarbeiter*innen des Jugendamtes, sie würden ihre Kinder in Obhut nehmen. In dem den Familien dabei ausgehändigten Schreiben heißt es:

„_Wir werden in wenigen Tagen wiederkommen. Sollten Sie dann immer noch mit ihren Kindern im Park leben und übernachten, werden wir Ihre Kinder in Obhut nehmen, das heißt, sie werden von Ihnen getrennt und in einer Unterkunft, in der sie genügend zu essen und zu trinken und einen trockenen Schlafplatz haben, untergebracht. (…) Die weiteren Entscheidungen treffen dann die zuständigen Jugendämter und Familiengerichte.” (…)
__„Wir wissen, dass…

Original ansehen noch 226 Wörter

Vierjährige Enkeltochter im Heim – Bericht einer Kindesabnahme

Ursprünglich veröffentlicht auf BettelLobbyWien:

logo-mag11Dass Romafamilien ihre Kinder weggenommen werden, hat eine jahrhundertelange, schmerzhafte Tradition. In Wien wurde am Wochenende einer Bettlerin ihre vierjährige Enkeltochter weggenommen. Die Kleine musste zwei Tage in einem Heim verbringen, dort konnte niemand ihre Muttersprache. Ulli Gladik, die zufällig Zeugin wurde, berichtet: 

Freitagnachmittag werde ich von einer Bettlerin, die ich schon länger kenne, zu einer heulenden Bulgarin geführt. Die Frau kann kaum sprechen, so aufgeregt ist sie. Ihr Schwager erklärt mir, was passiert ist: Die Frau, nennen wir sie Frau Kostova, hatte am Nachmittag mit ihrer Enkeltochter am Schoß gebettelt. Sie wurde von der Polizei auf die Polizeistation mitgenommen, wo ihr dann das Kind weggenommen wurde. Sie wurde weggeschickt, ohne zu erfahren, was mit der 4jährigen Enkelin passiert. Es war keinE DolmetscherIn vor Ort, die hätte helfen können, der Frau Kostova weitere Vorgehensweisen zu erklären. Niemand, der das kleine Mädchen hätte beruhigen können.

Original ansehen noch 706 Wörter