Ladenbesitzerin aus Berlin-Neukölln will keine Roma in ihrem Geschäft

Ein rundes Verbotszeichen mit dem durchgestrichenem Wort „Roma“ prangt an der Tür eines Esoterik-Ladens in Neukölln. Die Inhaberin wüsste sich nicht mehr anders zu helfen, erklärt sie – zu oft sei sie bestohlen worden.

Es ist ein kleiner Laden in der Emser Straße. Im Angebot hat das Geschäft Duftkerzen und Esoterik-Artikel. Doch eine Minderheit ist hier nicht willkommen. Welche das ist, steht deutlich auf einem runden Verbotsschild mit rotem Querstrich geschrieben: Roma!
www.bz-berlin.de

roma neukoelln

Gangplatz, ohne Licht!

“Into the City, Universal Hospitality“

F.U.C.K A.R.T.I.V.I.S.M

 „Das gewalttätigste Element der Gesellschaft ist die Ignoranz“
(Emma Goldman)

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Kunst politisch zu machen, impliziert für mich Kunst als Werkzeug zu benutzen.
Ich verstehe Kunst auch als Widerstand, als Waffe gerichtet gegen die Verhältnisse.
Das ist oft sehr anstrengend, vor allem weil meine Arbeiten politisch sind, auf „akademische Trends“ bewusst verzichten, oft heftige Reaktionen und Proteste hervorrufen und im hermetisch abgeschlossenen Kunst und Kulturbetrieb entweder gar nicht vorkommen, oder marginalisiert werden. Aber zeichnen sich Kunst- und Kulturbetrieb nicht all zu oft durch Bürgerlichkeit, Elitarismus, Klassismus, Rassismus, Konservativismus und Heteronormativität aus? Und findet man in künstlerisch, kulturell und wissenschaftlich ausgewiesene Räume nicht doch eine ungern thematisierte Anhäufung von Unzulänglichkeiten, nicht nur bezüglich NS-Vergangenheit und des Postkolonialismus, sondern auch in Bezug auf ihre Subjekte, Diskurse, Kenntnisse, Perspektiven, Ausblendungen und Ausschlüsse?

Bei den 50% die ihr Kreuzerl letzten Sonntag bei Van der Bellen gemacht haben, sind auch viele WählerInnen aus den Bereichen Kunst und Kultur dabei. Ich nenne sie mal pseudointellektuelle Verführte – und empfinde diese mitunter fast bedrohlicher als jene 50%, die für Hofer gestimmt haben.
 Bedrohlich deswegen, weil es allzu oft dort, wo man es eben nicht erwarten würde, gar kein Bewusstsein für Diskriminierung und Ausschluss gibt, dafür aber eine Fixierung auf pseudo- akademische Diskurs-Ebenen, Profilierung und Sicherung der eigenen Privilegien. Ein konkretes Beispiel aus der Praxis: Ende letzten Jahres erhielt ich die Einladung bei “Universal Hospitality“ im Rahmen der Wiener Festwochen teilzunehmen. 
Mit dem Titel konnte ich gar nichts anfangen, überzeugt hat mich aber letztlich, dass die Ausstellung das Thema Nationalismus thematisieren wollte.
 Vereinbart waren fünf neue Plakate für den öffentlichen Raum, ein bescheidenes Honorar, die Produktionskosten für den Druck, hieß es, würden die Veranstalterinnen übernehmen, weiters auch die Installation der Plakate organisieren, das dafür vorhandene Budget waren ca. 1500,- bis 2000,-. Ich gestaltete dann fünf Plakate mit dem Titel: “Die Würde des Menschen ist antastbar – Kein Grundrecht auf ein besseres Leben!“, als Kommentar zur Asyl- und Flüchtlingspolitik in Österreich und dem vom Innenministerium herausgegebenen Refugee-Guide. Die Bebilderung und viele Aussagen in diesem Guide, der über Regeln und Werte in Österreich aufklären soll, stellen mehr als klischeehafte Ressentiments dar. Die Broschüre müsste eigentlich eine Hilfestellung für geflüchtete Menschen sein, indessen ist sie leider ein Spiegel von Voreingenommenheit und Intoleranz. Das einzige, was dieser lächerliche Bilderbuch-Benimm-Regel-Guide vermittelt, ist, dass wir Österreicher ein vorurteilsbehaftetes Volk sind. 
Scheinbar stellt diese Art von Guide, in dem es in erster Linie um Kulturregeln, Disziplinierung und pädagogischen Defizitansatz geht, für die meisten kein Problem dar. Anders kann ich mir nicht erklären, wie die KuratorInnen der Wiener Festwochen meine Arbeit dann präsentierten. Im Abseits nämlich, gehängt an einem engen Gangplatz und ohne Licht! Meinerseits war eine Totale aller fünf Plakatsujets vorgesehen, doch die war, abgesehen von den düsteren Lichtverhältnissen, beim Fotografieren gar nicht erst möglich, da der Gang zu eng war. Sind das die vorgesehenen Orte für kritisch-politische Kunst?
Zum Glück sind es wenigstens doch A1 Plakate geworden, denn irgendwann sagte man mir, dass nur A2 Plakate gedruckt werden können, weil A0 und A1 wegen der Auflösung nicht möglich wäre. Dann wiederum hieß es, die Wiener Festwochen würden die Druckkosten nur für A2 Plakate übernehmen. Wo und ob die Plakate im öffentlichen Raum platziert worden sind, blieb bisher ungeklärt. Der „Universal Hospitality“ muss ich leider wirklich das intendierte politisch-künsterlische Engagement absprechen bzw. es als das entlarven, was es ist: reine Fassade.

Into the City, Universal HospitalityHilfswerk
Universal Hospitality  Logo Hilfswerk Österreich

 

Zum dritten Mal Brandanschlag auf Roma-Zelte in Linz

In Linz sind zum dritten Mal innerhalb weniger Wochen Roma-Zelte angezündet worden. Die Polizei bestätigte Medienberichte, wonach es sich wie in den ersten beiden Fällen Mitte Februar um Brandstiftung handelte. Zehn Erwachsene und fünf Kinder wurden vorläufig in der Flüchtlingsunterkunft im ehemaligen Postverteilerzentrum untergebracht. Verletzt wurde niemand.

Die Ermittlungen von Polizei und Verfassungsschutz laufen in alle Richtungen. „Derzeit gibt es keine konkreten Hinweise auf einen fremdenfeindlichen oder rechtsextremen Anschlag“, stellte Polizeisprecher David Furtner klar. Man gehe davon aus, dass der Täter über Insiderwissen verfügen muss. Denn jene Zelte, die am Mittwoch in der Waldeggstraße in der Nähe der Westbrücke in Flammen aufgingen, lagen eher versteckt, erklärte er weiter.

Passanten hatten gegen 17.00 Uhr die Feuerwehr alarmiert, als sie eine starke Rauchentwicklung in dem Gebiet bemerkten. Der Brand wurde schnell gelöscht, drei Zelte und die Habseligkeiten der Bewohner waren aber nicht mehr zu retten. Zwei Familien mussten daher umquartiert werden

Die Ermittler gehen von einer Serie aus, wobei die ersten beiden Anschläge auf eine Zeltsiedlung neben der Mühlkreisautobahn (A7) im Bereich der Abfahrt voestalpine verübt wurden.

Von: apa 03.03.2016

Rom: Tschechische Hooligans urinierten auf Bettlerin

18.03.2016 | 16:39 | (Kleine Zeitung)

Video eines spanischen Touristen, das vor Europa-League-Spiel in Rom aufgenommen wurde, sorgt für Empörung. Tschechische Botschaft verurteilte Tat der Sparta-Prag-Anhänger.

Eine Gruppe von Hooligans des tschechischen Fußballclubs Sparta Prag hat in Rom für helle Empörung gesorgt. Im Internet kursierte ein Video einer Gruppe tschechischer Fans, die auf der Brücke vor der Engelsburg eine Roma-Bettlerin umringt und auf sie uriniert, ohne dass Anwesende sie in Schutz nehmen.

Das von einem spanischen Touristen aufgenommene Video wurde auf der Webseite der Tageszeitung „El Pais“ veröffentlicht und löste hitzige Reaktionen in Rom aus. Die Bürgermeisterkandidatin Virginia Raggi forderte vorbildhafte Strafen für die Hooligans. „Bettlerei in Rom ist zwar ein Problem, wir stehen hier jedoch vor einer eklatanten Verletzung der Menschenrechte. Eine abscheuliche Tat ist vor den Augen Dutzender Fußgänger und vor einem der schönsten Monumente der Welt begangen worden. Das sind keine Fans, sondern Bestien“, kommentierte Raggi.

Der Ex-Vize-Wirtschaftsminister Stefano Fassina forderte die sofortige Identifizierung und Verurteilung der Sparta-Fans. „Sie sollen nie wieder nach Italien einreisen dürfen“, verlangte Fassina.

Die tschechische Botschaft in Italien verurteilte den Fall. In einem Schreiben äußerte sie die Hoffnung, dass die italienische Polizei die Verantwortlichen bald identifizieren könne.

© kleinezeitung.at

Solidaritätsgrüße nach Hamburg (St.Michaelis): Alle Roma bleiben!

Hiermit solidarisiert sich die Recherchegruppe Maulwurf mit den in der St. Michaelis Kirche (Hamburg) protestierenden und von Abschiebung bedrohten Roma! Das Postulat der s.g. sicheren Herkunftsländer ist gerade in Anbetracht deutscher Schuld an Verfolung von (Sinti und) Roma während und nach dem Zweiten Weltkrieg aber auch in jüngster Geschichte blanker Zynismus. Roma werden in den ehemaligen Teilstaaten Jugoslawiens systematisch vom Gesundheits-, Bildungs-, allg. Sozialwesen sowie vom Arbeits- und Wohnungsmarkt ausgeschlossen. Weder akzeptieren wir das, noch nehmen wir hin, dass große Teile der deutschen Bevölkerung der Bundesrepublik D scheinbar völlig entsolidarisiert mit der größten Minderheit Europas umzugehen wissen. Die jahrhundertelange Verfolgung von als Z Wort stigmatisierten Menschen muss endlich ein Ende finden! Hierfür sehen wir die Mehrheitsgesellschaft in der Verantwortung. Der Notstand der Roma in Europa muss von den europäischen Regierungen als Problem erkannt und von ihnen auch gelöst werden, die Minderheit der Roma trifft hier keinerlei Schuld! Neueste Publikationen wie die von dem Antisemitismusforscher Wolfgang Benz beleuchten dies nur allzu deutlich. Wer Vorurteile und einstudierte Sozialisationsstereotypen als Maßstab einer demokratischen Politik macht hat den Kern demokratischer Gesellschaft weder verstanden, noch scheint er_sie_es bereit zu sein, die Werte eines friedlichen Miteinanders verteidigen zu wollen! Menschen in Not muss geholfen werden, anstatt sie an Maßstäben wirtschaftlicher Verwertbarkeit zu messen. Jeder neue Mensch ist eine Möglichkeit, Zukunft anders, ja besser gestalten zu können. Menschen sind keine Probleme, sondern winzige Bausteine der Hoffnung, dass sich in dieser durch Krieg, Hunger und Not zerrütteten Welt etwas ändern kann!
Quelle: Solidaritätsgrüße nach Hamburg (St.Michaelis): Alle Roma bleiben!